Die Investoren sind noch unbekannt. Es soll sich um ein Konsortium handeln. Vorgestellt wurde das Projekt vom Wirtschaftsministerium, welches das Projekt auch subventionieren würde. Die rund 1000 Arbeitsplätze wären im strukturschwachen Lappland willkommen. Laut Recherchen der Rundfunkanstalt Yle ist der größte finnische Holzverarbeiter Stora Enso nicht an dem Projekt beteiligt. Der börsennotierte Konzern betrieb bis 2008 ein Zellstoffwerk in Kemijärvi, dass aber wegen Holzknappheit geschlossen wurde.
An dem Projekt wird schon seit anderthalb Jahren gearbeitet. Die endgültige Investitionsentscheidung soll in vier bis fünf Monaten fallen. Mögliche Inbetriebnahme ist noch vor 2020.
Investitionen in Höhe von 4 Mrd. geplant
Investitionsprojekte in Zellstoffwerke oder Bioraffinerien in Skandinavien.1. Biospritproduktion in Tofte (Södra)2. Zellstoffwerk Värö (Södra)3. Zellstoffwerk Mörrum (Södra)4. Bioraffinerie Kemijärvi (Investor noch unbekannt)5. Bioraffinerie Äänekoski (Metsä)6. Zellstoffwerk Kuopio (Finnpulp)7. Biodieselproduktion in Lappeenranta (UPM) © Hannes Plackner/Holzkurier
- Zu Jahresbeginn hat UPM eine Produktion von Biodiesel aus Holz in Lappeenranta für 175 Mio. € in Betrieb gneommen.Södra investiert 525 Mio. € in seine schwedischen Zellstoffwerke Värö und Mörrum, zudem wird das norwegische Zellstoffwerk Tofte in eine Biospritproduktion umgebaut.Die Metsä-Group will 1,1 Mrd. € in eine Bioraffinerie in Äänekoski stecken.Finnpulp will in Kuopio ein Zellstoffwerk für 1,4 Mrd. € bauen.Das jetzt angekündigte Projekt in Kemijärvi würde 700 bis 800 Mio. € verschlingen.
Hinter den finnischen Projekten steht allerdings noch ein Fragezeichen. Die endgültige Investitionsentscheidung wurde noch in keinem Fall getroffen. Die konkretesten Pläne gibt es aber in Äänekoski, wo die Metsä Group bereits die voraussichtlichen Ausstatter genannt hat.