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Schnittholz Stapel Nadeholz © Martina Nöstler

Best Wood Schneider

Sägewerksneubau setzt neue Maßstäbe

Ein Artikel von Günther Jauk | 01.09.2020 - 12:23

Für rund 80 Mio. € plant Best Wood Schneider in Meßkirch, Landkreis Sigmaringen, die Errichtung einer neuen Fertigung. Dort möchte man künftig jährlich 200.000 m3 Schnittholz, sowie 100.000 m3 Brettsperrholz pro Jahr produzieren. Das Werk soll den Waldbesitzern sowohl Stark- als auch Schwachholz abnehmen können. Hierfür orderte Schneider zwei entsprechende Sägelinien.

Die Starkholzlinie mit zwei Blockbandsägen und einer Nachschnittsäge soll EWD liefern, die Schwachholz-Spanerlinie des Typs HewSaw R200 1.1 orderte man beim finnischen Hersteller Veisto. Zur Verarbeitung gelangt ausschließlich Kurzholz mit bis zu 4 m Länge, wobei Schneider aufgrund des Onlineeinschnittes auf die Rundholzsortierung und damit auch den Rundholzplatz gänzlich verzichten will.

Als weitere Besonderheit nennt Projektleiter Andreas Schilling den hohen Automatisierungs- und Innovationsgrad des Sägewerks: „Von der Rundholzaufgabe bis hin zum getrockneten, sortierten Schnittholz läuft alles automatisch. Wir benötigen im gesamten Werk keinerlei Gabelstapler.“

Die Rundholzmechanisierung bestellte Schneider bei Holtec, die Entrindung bei Valon Kone und die Werkseingangsvermessungen bei Jörg Elektronik. Für die Restholzentsorgung zeichnen Rudnick & Enners und für die Frisch- und Trockensortierung Kallfass verantwortlich.

Für die Trocknung samt automatischer Be- und Entladung orderte Schneider vier OTC-Kanaltrockner des schwedischen Herstellers Valutec.

Schneider möchte das erzeugte Schnittholz ausschließlich für die eigene Weiterverarbeitung nutzen. Der Montagebeginn ist für Sommer 2021 und die Inbetriebnahme im darauffolgenden Winter anberaumt.