Ob damit eine Trendwende am Markt erreichte wurde, sei dahingestellt. Zu Preiserhöhungen kam es im Juli bei den Pellets, den Sägenebenprodukten und beim US-Nadelschnittholz – von diesen Verbesserungen kann nicht jedes Unternehmen gleichermaßen profitieren.
Bei Schnittholz fehlen 30 % zum Vorjahr, es wird aber besser
Beim Nadelschnittholz war der Markteinbruch in den Vormonaten am heftigsten. Die Julipreise liegen immer noch um 30 % unter denen des Vorjahres – obwohl sie damals bereits seit zwei Monaten runtergingen. Dass sich die Abwärtsbewegung im Juli sowohl im DACH-Raum als auch in Italien etwas einbremste, wird bereits als Erfolg gefeiert.
Es könnte aber sein, dass die Sägewerksstillstände im August die Preise weiter festigen und es im September zu einer etwas belebten Nachfrage kommt. Viele erwarten ein bis Mitte Oktober loderndes Strohfeuer, bevor es dann in die Winterpause geht. Damit würde die Situation in Mitteleuropa und Italien der am US-Nadelschnittholz-Markt ähneln.
Echte Erholung ein Jahr nach Baugenehmigungsaufschwung
Etwas intensiver könnte der Aufschwung am Bausektor dann ab dem 2. Quartal 2024 sein. Eine substanzielle Erholung kommt aber wohl erst zwölf Monate nach einem Wiedererstarken der Baubeginne.
Ein substanzieller Aufschwung kommt erst zwölf Monate, nachdem die Baugenehmigungen wieder zu steigen beginnen.
Eine Geldvernichtung wie im 2. Quartal gab es noch nie.
Rundholz um über 100 € einzukaufen und Schnittholz unter 200 € zu verkaufen, das geht sich nicht aus.
Die Sägewerke haben bisher die Hauptlast des Markteinbruchs getragen. Es ist an ihnen, mit echten Drosselungen für eine Trendwende zu sorgen.
Die Zeiten des Dreischichtbetriebs als Regelfall sind wohl vorbei.
Kein Verkaufsproblem lässt sich nur mit billigen Verkaufspreisen lösen.