Eigentlich wollte Canfor in Houston/CA 200 Mio. US-$ in ein neues Sägewerk investieren. Jetzt kündigt der Konzern an, das neue Werk doch nicht zu bauen und zudem sein Polar-Sägewerk in Bear Lake dauerhaft zu schließen.
Als Gründe nennt das Unternehmen den anhaltenden Mangel an wirtschaftlich verfügbarem Holz und die herausfordernden Betriebsbedingungen im nördlichen Britisch-Kolumbien.
Don Kayne, Präsident und CEO der Canfor Corporation, gab dazu folgende Erklärung ab: „Die Möglichkeit, zuverlässig genug wirtschaftliches Holz zur Führung unserer Produktionsstätten zu beschaffen, ist für unser Geschäft entscheidend. Leider hat sich, obwohl unsere Provinz laut dem von BC's Chief Forester festgelegten jährlichen zulässigen Einschlag über ausreichend Holz zur Ernte verfügt, das tatsächliche Erntevolumen in den vergangenen Jahren dramatisch verringert. 2023 lag die tatsächliche Ernte um 42% unter dem zulässigen Einschlag – ein Niveau, das seit den 1960er-Jahren nicht mehr erreicht wurde. Dieser Rückgang ist teilweise das Ergebnis natürlicher Störungen – insbesondere Borkenkäferbefalls und Waldbränden –, aber auch das Ergebnis der kumulativen Auswirkungen von Politikänderungen und zunehmender regulatorischer Komplexität.“
Erst vor wenigen Tagen gab Canfor den Kauf eines weiteren Sägewerks im Süden der USA bekannt.
West Fraser legte in weniger als zwölf Monaten zwei Sägewerke still und verkaufte in dieser Zeit drei Zellstoffwerke.