Österreich

Holzindustrie: neuer Kollektivvertrag steht

Ein Artikel von Birgit Fingerlos (für holzkurier.com bearbeitet) | 23.04.2025 - 13:20

„Dieser Abschluss war in der momentanen wirtschaftlichen Lage für die Arbeitgeberseite enorm herausfordernd. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen sichern wir die Planungssicherheit für unsere Mitgliedsunternehmen und garantieren den ungestörten Ablauf der Produktion“, betont Markus Schmölzer, Kollektivvertrag-Verhandlungsleiter der Holzindustrie Österreichs. Er erklärt: „Der Abschluss ist sozial ausgewogen und sichert gezielt die Kaufkraft unserer Arbeitnehmer.“

Der Kollektivvertrag für 27.400 Beschäftigte aus 1300 Betrieben beinhaltet ab 1. Mai eine Erhöhung der Istlöhne und Istgehälter um 2,75%, maximal jedoch 90 € monatlich. Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne, Mindestgehälter und Lehrlingseinkommen steigen um 2,8%. Das Lehrlingseinkommen im 1. Lehrjahr wird auf 1060 € für gewerbliche und 1000 € für kaufmännische Lehrlinge erhöht. Ab 1. Mai 2026 erfolgt eine weitere Erhöhung der Mindest- und Istlöhne sowie -gehälter entsprechend der prozentuellen Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) im Vergleich zum Vorjahr. Übersteigt die durchschnittliche VPI-Veränderung im Zeitraum März 2025 bis Februar 2026 den Wert von 3,3%, können beide Vertragsparteien neue Verhandlungen fordern. Die Laufzeit des Kollektivvertrags beträgt zwei Jahre – 30. April 2027.