Canfor

Canfor schließt zwei SYP-Sägewerke

Ein Artikel von Raphael Kerschbaumer (für holzkurier.com bearbeitet) | 27.06.2025 - 09:40

Konkret handelt es sich dabei um die Werke Estill und Darlington im US-Bundesstaat South Carolina. Die Schließungen folgen laut Canfor „auf eine längere Periode anhaltend schwacher Marktbedingungen und finanzieller Verluste, die eine Fortführung des Betriebs an diesen Standorten nicht mehr rentabel machten.“

Rund 290 Mitarbeiter werden an den Standorten beschäftigt. Der Output beider Werke liegt kumuliert bei rund 350.000 mbft/J (rund 560.000 m3/J 2-by-4-Äquivalent) Southern Yellow Pine (SYP).

Während Darlington bereits seit 2007 zur Canfor-Gruppe gehörte, wurde das Sägewerk Estill erst 2020 Teil der Unternehmensgruppe.

Die beiden Schließungen folgen auf ein äußerst schwieriges Geschäftsjahr für Canfor. 2024 summierte sich der Verlust auf 669 Mio. CAD (ca. 436 Mio. €). Siehe dazu auch: Canfors schlimmes Vorjahr im Q4 gemildert. Auch in Westkanada wurden im Vorjahr bereits Canfor-Werke geschlossen. Trotz der aktuellen Maßnahmen hält das Unternehmen am Engagement im US-Süden fest. So wurde im Sommer 2024 die Übernahme eines SYP-Sägewerks in Arkansas bekanntgegeben, zudem soll das Werk in Alabama weiter ausgebaut werden.

Canfor betreibt zum aktuellen Stand 13 Sägewerke in den USA, 8 in Kanada und 12 weitere in Schweden über eine 77%-Beteilung an der Vida-Gruppe.