Ausschlaggebend für diesen Aufwärtstrend sind die erneut gestiegenen Preise für Pellets, Rundholz, Sägenebenprodukte und Schnittholz. Der Preisdruck resultiert jedoch nicht aus einer höheren Nachfrage, sondern aus dem geringeren Angebot infolge der anhaltenden Rundholzknappheit.
Reduzierter Einschnitt
Wegen der eingeschränkten Rundholzversorgung drosseln die Holzindustrien ihre Einschnittmengen. Weniger Schichten, Kurzarbeit und Vier-Tage-Wochen führen zu einem deutlichen Rückgang der Produktion in allen Regionen Deutschlands und Österreichs. Lediglich in Norddeutschland deutet sich mit einer Preisspanne von 115 bis 135 €/fm ein vorläufiges Ende des Preisauftriebs bei Rundholz an. In den übrigen Regionen zeigt der Trend weiter nach oben (Seite 4).
Schnittholz und BSH teurer
Im Oktober erhöhten sich parallel zu den Rundholzpreisen auch die Schnittholzpreise. Frische 17 mm-Seitenware frei Mailand notierte zwischen 230 und 245 €/m³ und lag damit 5 €/m³ über dem Vormonat.
Die Preisspanne für BSH-Lamellen in Deutschland reichte von 320 bis 335 €/m³ – ein Anstieg um 7 €/m³ gegenüber September. Die BSH-Endprodukte verteuerten sich zuletzt um 8 €/m³ auf 560 bis 580 €/m³. Bei KVH gab es hingegen keine weitere Preissteigerung, nachdem die Preise im September bereits um 15 €/m³ auf 400 bis 430 €/m³ zugelegt hatten.
Gefragtes Sägerestholz
Auch bei Sägerestholz kam es im Oktober zu deutlichen Preisaufschlägen, insbesondere bei Spänen. Hauptgrund ist die starke Pelletsnachfrage bei gleichzeitig knappem Rohstoffangebot. In Österreich stieg der Spänepreis im Monatsvergleich um 17 %. Der österreichische Pelletspreis legte um 7 % auf 333,6 €/t zu, während in Deutschland ein Plus von 9 % auf 366,3 €/t verzeichnet wurde.