11054698546959.jpg

Die Preisträger Dr.-Ing. Ingrid Fuchs und Dipl.-Ing. Christoph Raatz (Mitte) gerahmt von Prof. Dr. Rainer Marutzky (li.) und Gerd Janßen (re.) © Peters

Glatt gebügelt

Ein Artikel von Administrator | 10.11.2003 - 00:00
11054698546959.jpg

Die Preisträger Dr.-Ing. Ingrid Fuchs und Dipl.-Ing. Christoph Raatz (Mitte) gerahmt von Prof. Dr. Rainer Marutzky (li.) und Gerd Janßen (re.) © Peters

Industriell umgesetzt. Wie der Leiter des WKI, Prof. Dr. Rainer Marutzky und der Vorsitzende des Preiskomitees, Ministerialdirigent Gerd Janßen, erläuterten, befassten sich beide Preisträger mit dem Thermoglätten von Holz und Holzwerkstoffen - das Verfahren befinde sich bereits seit 1 Jahr in der industriellen Umsetzung durch einen ostdeutschen Tür-Hersteller.
1. Forschungsarbeiten zur Thematik starteten am IHD schon 1980, so Preisträgerin Fuchs. Der Hintergrund: Ein Dichteprofil von mitteldichter Faserplatte (MDF) weist an den Oberflächen höhere Werte auf. Fräsen in den weniger dichten Mittellagen erzeugt unerwünschte, saugfähige und filzige Oberflächen - eine flüssige Beschichtung gerät hier Material intensiv. Während die spanende Bearbeitung zu Messerschlag führt, erzielt das staubfreie Glätten mit Wärme und Druck die erwünschten, glatten Oberflächen für eine spätere Beschichtung.3 Verfahren möglich. Während beim Fixglätten ein beheiztes Werkzeug verschiedener Profilformen mit Induktionserwärmer CNC-gesteuert entlang der Kanten geführt wird, glätten zahlreiche, elektrisch beheizte Rollen das Werkstück im Rahmen des Rollglättens und ermöglichen hier einen höheren Vorschub.
Beim industriell noch nicht umgesetzten Ultraschallglätten erzeugt ein senkrecht zur Bearbeitungsebene schwingendes Sonotron Wärme und damit die glättende Wirkung. Bei diesem Verfahren entfällt die Aufheizphase und es liefert „vorzügliche” Ergebnisse auch für Vollholz, so Fuchs.Noch schneller glätten. Künftig wollen die Preisträger das Fix- und Rollglätten schneller gestalten, neue Lösungen für das Vorheizen entwickeln sowie auch beim Ultraschallverfahren den Vorschub erhöhen und komplexe oder mehrteilige Profile umsetzen.
Den 6. Wilhelm-Klauditz-Preis für Holzforschung und Umwelt, gestiftet seit 1988 vom Verein für technische Holzfragen (VTH), Braunschweig/DE, für wissenschaftlich-technische Arbeiten besonderer Bedeutung, erhielten am 28. Oktober Dr.-Ing. Ingrid Fuchs und DI Christoph Raatz vom Institut für Holztechnologie (IHD), Dresden/DE.