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Geschäftsführer von Vollmer-Austria: Erwin Schirnhofer © DI (FH) Birgit Fingerlos

Drehscheibe für Südosteuropa

Ein Artikel von DI (FH) Birgit Fingerlos aus Leobersdorf | 19.05.2008 - 11:27
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Geschäftsführer von Vollmer-Austria: Erwin Schirnhofer © DI (FH) Birgit Fingerlos

Anfang 2008 gründete Vollmer, Biberach/DE, der Hersteller von Schärf- und Erodiermaschinen zur Werkzeugproduktion und Instandhaltung, eine eigene Österreich-Niederlassung in Leobersdorf bei Wien.
Zurzeit hat sich das Unternehmen im Leobersdorfer Ared-Park eingemietet. Hier verfügt man über Büroräumlichkeiten und einen Ausstellungsraum. Die Vollmer-Geschäftsführung in Biberach/DE plant, ein eigenes Betriebsgebäude in Leobersdorf zu errichten. Dort sollte Platz für etwa 25 Mitarbeiter sein. Diese braucht man, um die neuen Märkte im Osten auch personalmäßig abzudecken. Baustart soll 2010 sein.

Internationale Aktivitäten

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Im Leobersdorfer Ared-Park sind die Büroräumlichkeiten und ein Ausstellungsraum von Vollmer-Austria angesiedelt © DI (FH) Birgit Fingerlos

Bis Ende 2007 hatte Schirnhofer Werkzeugmaschinen, Enzesfeld-Lindabrunn, die Vollmer-Generalvertretung inne. Bereits damals hat man den Raum Südosteuropa betreut. „Diese Aufgabe hatten wir erfolgreich durchgeführt”, informiert Vollmer-Austria-Geschäftsführer Erwin Schirnhofer. Es wurde ein kontinuierliches Umsatzwachstum erzielt, was eine eigene Vollmer-Niederlassung rechtfertigte. Dieser Schritt war bereits seit fünf Jahren geplant, heißt es.
Insgesamt verfügt Vollmer über neun Niederlassungen. In Deutschland hat das Unternehmen drei Produktionsstandorte. „Es ist viel in Bewegung”, schildert Schirnhofer und verweist auf die kontinuierliche Entwicklung der Unternehmensgruppe in den vergangenen Jahren.
Vom österreichischen Vollmer-Standort aus betreut man die Länder: Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und das gesamte Ex-Jugos­lawien. Zukünftige Märkte sind Tschechien, Slowenien und Polen. Diese Länder werden derzeit noch von Vollmer-Deutschland betreut. „Es hat auch Sinn, wir können die geografische Lage nutzen, Wien war immer schon eine Drehscheibe zum Osten”, erklärt Schirnhofer und verweist auf die K & K-Zeit.
Im Vorjahr erwirtschaftete man bei Schirnhofer Werkzeugmaschinen von Vollmer 5 Mio. € Umsatz. „Wir haben die fixe Vorgabe, dass wir diesen Umsatz halten beziehungsweise ausbauen”, heißt es aus Leobersdorf. Mit zukünftigen Zielmärkten kann sich der Geschäftsführer eine deutliche Umsatzsteigerung vorstellen. „Mein Wunsch ist, dass langfristig noch mehr Länder, wie beispielsweise die Ukraine, Moldawien und Weißrussland zu Vollmer-Austria dazukommen. Es ist nur eine Frage der Zeit”, beschreibt Schirnhofer sein Bestreben.

Eingespieltes Team

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Messen, Erodieren, Schleifen und Polieren in nur einer Aufspannung mit der QXD 200 © Vollmer

Am neuen Vollmer-Standort beschäftigt Schirnhofer nun zehn Mitarbeiter. Fünf davon stammen aus der Schirnhofer-Stammmannschaft. Diese sind ein eingespieltes Team, sie hatten bereits bei Schirnhofer die Vollmer-Kundschaft betreut. Als Unternehmen Schirnhofer hatte man bereits ein gutes Vollmer-Vertriebsnetz aufgebaut. „So haben wir als Vollmer-Austria bereits eine starke Marktdurchdringung. Wir erreichen bereits jetzt unsere gesamte Kundschaft”, freut sich der Geschäftsführer.
Vollmer-Austria wird heuer noch auf drei Messen vertreten sein. Von 11. bis 14. Juni ist das Unternehmen auf der Ligno Novum in Budapest. Von 28. bis 31. August wird man sich auf der Klagenfurter Holzmesse präsentieren. Auf der Vienna-Tec ist man auch dabei, diese findet von 7. bis 10. Oktober statt. Auf den Messen stellt man neben dem Standard-Programm zwei neue Maschinen vor: Die QXD 200 ist eine Universal-Maschine zum Erodieren, Schleifen und Polieren von unterschiedlichen PKD-Werkzeugen bis 250 mm Durchmesser und 200 mm Länge in Produktion und Service. Die CL 200 ist eine Schärfmaschine zur Komplettbearbeitung von HW-Kreissägeblättern an Span- und Freifläche.