Die vorgeschlagenen Restrukturierungsmaßnahmen sehen die Stilllegung von zwei der fünf Papiermaschinen (PM1 und PM 4), der Offline-Streichmaschine und der Formatausrüstung vor. Auf der PM 1 produziert Sappi gestrichene und ungestrichene Spezial- und Verpackungspapiere. Auf der PM 4 sind es Spezialpapiere mit Barrierebeschichtungen. In die Anlagen für die Barrierepapiere hatte Sappi erst 2022 investiert.
Bei einer Stilllegung der Anlagen würde es zur Entlassung von 200 der rund 750 Mitarbeiter kommen.
In den Standort ist ein Zellstoffwerk mit einer Produktionskapazität von 350 t pro Tag integriert. Den jährlichen Holzbedarf des Zellstoffwerks gibt Sappi mit 250.000 t atro an. Als Rohstoff werden Buchen- und Fichten-Industrieholz sowie -Hackschnitzel eingesetzt.
Bereits in den vergangenen Jahren hat Sappi Produktionskapazitäten in Mitteleuropa abgebaut. Im Januar 2024 wurde das Papier- und Zellstoffwerke im belgischen Lanaken geschlossen. Wenige Monate zuvor, im Oktober 2023, endete die Zellstoffproduktion im nordbayerischen Werk in Stockstadt bei Aschaffenburg.