Bei einer Mitarbeiterversammlung am 27. August kündigte die Unternehmensleitung die Entlassung von bis zu 100 Beschäftigten an. In den kommenden Wochen beginnt dazu der Konsultationsprozess. In Ehingen sind bislang 520 Mitarbeiter tätig.
Das Werk reagiert auf die angespannte Marktlage. Presseberichten zufolge hat Ehingen Aufträge an Wettbewerber verloren und ist von hohen Energiekosten betroffen.
Im Unterschied zu Alfeld, wo zwei der fünf Papiermaschinen stillgelegt werden sollen, ist in Ehingen eine Reduzierung der Schichten vorgesehen. Diese Maßnahme betrifft in erster Linie das Papierwerk. Das Zellstoffwerk mit einer Jahreskapazität von 145.000 t soll hingegen unverändert weiterlaufen. Wie in Alfeld soll auf den Zukauf von Zellstoff verzichtet werden. Damit bleibt der jährliche Holzbedarf bei rund 290.000 t atro. Zuletzt bestand der Holzeinsatz zu etwa 55 % aus Buchenindustrieholz und zu 45 % aus Fichte. Bei Fichte entfiel der größere Anteil auf Hackschnitzel, der kleinere auf Industrieholz der Qualität F/K.