Ziel ist es, in einem nennenswerten Umfang komplette Hiebe übernehmen zu können. Durch die Erweiterung ist aber eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahrespreisen nur eingeschränkt möglich.
Einkauf von besseren Rundholzqualitäten
In den diesjährigen Tabellen fällt das neue Sortiment „GB“ mit Spannen von 105 (L4) bis 130 €/fm (L6) auf. Preise in dieser Höhe wurden die vergangenen zehn bis 15 Jahre nicht mehr bezahlt. Im vergangenen Sommer waren von dem Sägewerk für B/C-Stämme in der Transportzone 1 und den Stärkeklassen L3a bis L6 72 bis 105 €/fm angeboten worden. Die GB-Stämme werden aber nur im November, Dezember und Januar übernommen und unterscheiden sich in der Aushaltung zu den letztjährigen B/C-Stämmen. Damit werden in diesem Sortiment auch keine Frühlieferprämien bezahlt. Mit dem neuen GB-Sortiment nähert sich das Großsägewerk den in der vergangenen Saison von China-Exporteuren bezahlten Buchenstammholz-Preisen an. In der vergangenen Saison wurden für die nach China gelieferten Sawlogs 130 bis 150 €/fm ab Waldstraße bezahlt. Allerdings ist Stand Mitte Juli noch unsicher, ob wegen der schwachen Buchennachfrage in China dieses Preisniveau gehalten werden kann. Erste Exporteure haben auf das GB-Sortiment bereits reagiert. Überraschenderweise erkennen die China-Spezialisten sogar logistische Vorteile darin, wenn nun alle Stämme eines Hiebes von dem Großsägewerk übernommen werden.
Sortierung „Weiß“ und „Rot“ wird weitergeführt
Eine Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist dagegen bei den im Ganzstammverfahren übernommen Stämmen gegeben. Die Differenzierung der nun als „GC“ und „ZM“ in den Preislisten ausgewiesenen Sortimente erfolgt wieder über den Rotkernanteil. Abhängig von der Lieferzonen sind es für GC nun 80 (L3b) bis 95 €/fm (L6) ab Waldstraße in der Transportzone 1 und in stark von China-Exporteuren beeinflussten Einkaufsgebieten. In der Transportzone 3 sind es 70 € (L3b) bis 85 €/fm (L6). Vor einem Jahr waren es in der Nahzone mit 77 € (L3b) bis 95 €/fm (L6) ähnliche Preise. In der Frachtzone 3 wurden 70 € bis 85 €/fm bezahlt, so dass sich keine großen
Unterschiede zu den diesjährigen Angeboten ergeben. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Einkaufsradien der jeweiligen Frachtzone deutlich gegenüber den beiden vorangegangenen Jahren vergrößert wurden.
In dem 2024/2025 als „Ganzstamm rot“ und nun als „ZM“ bezeichneten Rundholzsortiment (Rot- und Spritzkern bis 50 % Flächenanteil am Stock) ergibt sich in günstigen Frachtentfernungen zu den Werken ein einheitlicher Preis in den Stärkeklassen L4 bis L6 von 87 €/fm. In Norddeutschland sind es auch bis zu 90 €/fm. Bei weiteren Transportentfernungen sinkt der Preis auf 80 €/fm. Vor einem Jahr waren die Angebotspreise für Stämme mit Rot- und Spritzkern vor allem bei weiteren Transportentfernungen auf Kritik gestoßen. Abhängig von der Frachtzone waren es damals nur 70 bis 77 €/fm. Vor allem in diesem Sortiment ist es dann im Januar zu verbesserten Preisangeboten gekommen. Für Kalamitätsholz und Industrieholzqualitäten der Stärkeklassen L3b bis L6 ergibt sich wie vor einem Jahr eine Spanne von 65 bis 75 €/fm.
Industrie- und Kalamitätsholz
Zur Ausweitung auf Industrieholz zählen auch gelockerte Vorgaben für die Aufarbeitung. So fordert das Sägewerk nicht mehr bei allen Sortimenten die stammebene Entastung. Starkäste können von den Waldarbeitern, wie bei Industrieholz üblich, mit dem kürzesten Schnitt abgesägt werden. Die Möglichkeit zur Übernahme von poltervermessenen Fixlängen gibt es weiterhin nur in den Einkaufsgebieten des kleinsten Standorts innerhalb der Gruppe. Von Waldbesitzerseite wird diese Möglichkeit auch für die beiden anderen Sägewerke gewünscht. Die Preise für poltervermessenes Holz liegen abhängig von der Frachtzone bei 80 und 85 €/fm. Ebenfalls 80 €/fm werden für die Buchenschälholz-Stämme zur LVL-Fertigung angeboten.
Bis Mitte Juli haben bereits einige private Forstbetriebe und ein Landesforstbetrieb Vorverträge abgeschlossen. Die Angebotspreise sind bis Ende August befristet.