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Über 300 Gäste (Rekord) hörten den Vortrag von Klimaforscher Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber © Raphael Kerschbaumer

BAYERISCHE STAATSFORSTEN 

Der größte Forstbetrieb Deutschlands feiert

Ein Artikel von Raphael Kerschbaumer | 29.07.2025 - 09:04
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Ein Holzkurier durfte im Kehrpaket für die Gäste natürlich nicht fehlen © Raphael Kerschbaumer

Mit einem jährlichen Holzeinschlag von zuletzt rund 4,5 Mio. fm und einem Jahresumsatz von 450 Mio. € sind die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) der größte Forstbetrieb Deutschlands. Diese Position verleiht ihnen erheblichen Einfluss – und zugleich eine große Verantwortung gegenüber Kunden und Partnern, der Bevölkerung sowie im Kontext der Klimapolitik.

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Vorstandsvorsitzender Martin Neumeyer bei seiner Eröffnungsrede im Headquater der BaySF © Raphael Kerschbaumer

„Die BaySF hatten keinen leichten Start. Der Umbau von einer staatlichen Behörde zu einem wirtschaftlich agierenden Unternehmen stieß in der Bevölkerung auf erhebliche Kritik“, erinnerte Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der BaySF, in seiner Eröffnungsrede in Regensburg und lobt dabei auch die Organisation, der er vorsteht: „Über 2000 Mitarbeitende der BaySF sorgen tagtäglich dafür, dass dieser Wandel gelungen ist und wir das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen konnten.“ 

Wir wollen die Fichte solange wie möglich geordnet auf den Martk bringen.


Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der BaySF

Die Bewirtschaftung des Waldes ist entscheidend, nicht seine Stilllegung.


Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Wissenschaftler und Klimaforscher

20 Jahre nach der Gründung sind die BaySF längst kein reiner Forstbetrieb mehr. „Wir haben uns zu einem Flächenmanager entwickelt, der sich kontinuierlich diversifiziert und aktiv am Ausbau der erneuerbaren Energien beteiligt“, betonte Neumeyer. 

Der nachhaltige Waldumbau bleibe jedoch weiterhin die zentrale Aufgabe der BaySF, so der Vorstandsvorsitzende. Auch an die vielen Kunden des Unternehmens richtete er eine klare Botschaft: „Um dem Klimawandel entschlossen zu begegnen, braucht es einen aktiven Waldumbau. Unser Ziel ist es jedoch weiterhin, die Fichte so lange und geordnet wie möglich auf den Markt zu bringen. “ 

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