In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 238.500 Wohnungen genehmigt, meldet das Statistische Bundesamt Destatis, Wiesbaden/DE. Somit gab es gegenüber dem historischen Tiefpunkt im Jahr 2024 ein Plus von 11% beziehungsweise 23.200 Einheiten. Damit verzeichnet der Wohnbau erstmals seit 2021 wieder einen Zuwachs.
Am stärksten entwickelte sich der Neubau: Die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen erhöhte sich um 13% auf 198.100 Einheiten. Durch Umbaumaßnahmen entstanden ebenfalls mehr Wohnungen als im Vorjahr (+3% auf 40.400).
Treiber der Entwicklung sind Ein- und Mehrfamilienhäuser. Bei Einfamilienhäusern stieg die Zahl der Genehmigungen um 17% auf 44.500 Wohnungen. Mehrfamilienhäuser legten um 12% auf 128.100 Wohnungen zu und machten damit fast zwei Drittel der genehmigten Neubauwohnungen aus. Zweifamilienhäuser verharrten hingegen mit 12.600 Einheiten auf niedrigem Niveau. Deutlich zulegen konnten auch Wohnheime (+26%).
Im Nichtwohnbau zeigt sich dagegen ein Rückgang: Der genehmigte umbaute Raum sank um 5% auf 183,1 Mio. m³. Das ist der niedrigste Stand seit 2014. Deutlich war das Minus bei Lager-, Fabrik- und Anstaltsgebäuden. Zuwächse gab es hingegen bei Handels- und landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden.
Die Baugenehmigungen gelten als wichtiger Frühindikator für die künftige Baukonjunktur. Die tatsächlichen Fertigstellungszahlen für 2025 wird Destatis im Mai veröffentlichen.
| Anzahl der Baugenehmigungen von Wohnungen in Deutschland | |||
| Gebäude/Wohnungen | 01-12 2024 | 01-12 2025 | Diff. in % |
|---|---|---|---|
| Errichtung neuer Gebäude u. Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, Wohnungen: | |||
| im Wohn- u. Nichtwohnbau | 215.916 | 238.463 | 10,4 |
| Errichtung neuer Gebäude, Wohnungen mit: | |||
| 1 Wohnung | 37.947 | 44.464 | 17,2 |
| 2 Wohnungen | 12.720 | 12.582 | –1,1 |
| 3 Wohnungen und mehr | 114.227 | 128.051 | 12,10 |
| Wohnheime | 7.247 | 9.103 | 25,6 |