Brettsperrholz

Vorsichtiger Optimismus für das kommende Jahr

Ein Artikel von Günther Jauk | 05.12.2025 - 07:59

Verglichen mit 2024 war 2025 für die Brettsperrholz-Branche ein gutes Jahr, obwohl die Hersteller nach wie vor mit der schwachen Baukonjunktur und einem Angebotsüberhang zu kämpfen hatten. Hinzu kamen immer kurzfristiger werdende Anfragen, Verschiebungen und Absagen, die von den BSP-Produzenten ein hohes Maß an Planungsgeschick und Flexibilität einforderten.

Trotz dieser Widrigkeiten waren die Produktionen gut ausgelastet, wobei einzelne Brettsperrholz-Hersteller übers Jahr Schichten und damit Mengen herausgenommen haben.

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© Holzkurier

Preise unter Druck

Preislich legte BSP von 2021 bis Mitte 2024 eine massive Talfahrt hin und erholte sich auch danach zaghafter als andere Leimholzprodukte. Während einzelne Marktteilnehmer die Verkaufspreise 2025 als „auskömmlich“ bezeichneten, waren sie für andere nach wie vor auf einem „viel zu niedrigen Niveau“. Zuletzt sind die Preise wieder stärker unter Druck geraten. Darin sehen Branchenkenner aber keinen längerfristigen Trend, sondern lediglich einen saisonüblichen Rückgang. „Trotz aller Möglichkeiten ist Bauen nach wie vor ein Saisongeschäft“, formuliert es ein Marktteilnehmer lapidar. Bereits am Ende des 1. Quartals 2026 sollen die Preise wieder merklich anziehen. Nötig ist dieser Anstieg vor allem auch aufgrund der hohen Rundholzpreise, die auch die Rohwarenpreise in die Höhe treiben.

Bis die Verkaufspreise wieder steigen, gilt es, die Produktionen möglichst gut auszulasten. Dabei sind die Hersteller auf eine eher kurze Preisbindung bedacht, um nicht – wie in der Vergangenheit – zu lange zu niedrigen Preisen produzieren zu müssen.

Vorsichtiger Optimismus

2026 blickt die Branche mit gemischten Gefühlen entgegen, wobei in der Regel die Zuversicht und ein vorsichtiger Optimismus überwiegen. Wenngleich der große wirtschaftliche Aufschwung auch 2026 noch nicht in Sicht ist, berichten zahlreiche Branchenkenner von einem immer besser werdenden Marktumfeld und dem Gefühl einer Aufbruchstimmung.

Positiv wirken sich jedenfalls der insbesondere in Deutschland stark wachsende Holzbauanteil sowie das rasant wachsende Segment des seriellen und modularen Holzbaus aus. Hinzu kommt, dass 2025 in der DACH-Region erstmals seit Jahren kein neues großes BSP-Werk an den Start geht und auch für die kommenden Jahre keine massiven Kapazitätszuwächse in Aussicht stehen. Somit ist davon auszugehen, dass Angebot und Nachfrage künftig wieder besser zusammenpassen werden.