Weinig

Standort Malterdingen wird Ende 2026 geschlossen

Ein Artikel von Martina Nöstler (für holzkurier.com bearbeitet) | 15.05.2026 - 07:39

Update 15. Mai 2026

Die im vergangenen Jahr gesetzten Ziele der „Transformation 2027“ werden von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite gleichermaßen getragen und unterstützt, informiert die Weinig-Gruppe. Die Einigung schaffe einen verlässlichen Rahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern, heißt es. „Mit dem Zukunftstarifvertrag haben wir die Grundlage geschaffen, die Transformation gemeinsam und konsequent umzusetzen. Mit dieser Maßnahme schaffen wir es, die verbleibenden deutschen Standorte leistungsfähiger aufzustellen“, sagt Gregor Baumbusch, Vorstandsvorsitzender der Weinig-Gruppe.


Am Standort Malterdingen/DE soll im Zuge der strukturellen Anpassungen die Produktion zum Jahresende 2026 eingestellt und an bestehende deutsche Produktionsstandorte der Weinig-Gruppe verlagert werden. Die Produkte bleiben unverändert. Über die Zukunft des Standorts Alfeld/DE gibt es noch keine weiteren Informationen.

21. Feburar 2026

Im Zuge des Maßnahmenprogramms „Transformation 2027“ gab die Weinig-Gruppe, Tauberbischofsheim/DE, bekannt, die Produktionen der beiden Standorte Alfeld und Malterdingen an den Hauptsitz nach Tauberbischofsheim beziehungsweise nach Illertissen zu verlagern. Während in Alfeld hauptsächlich die Keilzinkenanlagen gefertigt werden, ist Malterdingen unter anderem auf die Vielblattkreis- und Besäumsägen spezialisiert. An beiden Standorten bleiben Vertrieb, Service und Konstruktion erhalten. Insgesamt sind von den strukturellen Veränderungen voraussichtlich rund 400 Stellen betroffen, hauptsächlich in Deutschland. Weinig ist in enger Zusammenarbeit mit Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall dabei, alle Möglichkeiten einer sozialverträglichen Umsetzung zu nutzen.

Die Weinig-Gruppe hat in den vergangenen vier Jahren 120 Mio. € in Produktion, Logistik und Portfolio investiert – die größte Investition der Unternehmensgeschichte. Nun werden die Strukturen an die Leistungsfähigkeit ausgerichtet und die Maschinenbauproduktion in Deutschland auf zwei Standorte konzentriert. Ziel sei profitables Wachstum als Technologie- und Qualitätsführer mit einem breiten Produktportfolio vom wirtschaftlichen Standardprodukt bis in den High-End-Bereich. In Tauberbischofsheim hat Weinig für 68 Mio. € ein hochautomatisiertes Logistik- und Fertigungszentrum gebaut. Weitere 40 Mio. € sind in die Erweiterung des Produktportfolios geflossen. Im steirischen Voitsberg (Marke Holz-Her) wurden zudem 12 Mio. € in Montage, Fertigung und Logistik investiert.