Salzburg Pellets

Kraftvoller Radlader für Sägerestholz-Umschlag

Ein Artikel von Martina Nöstler | 07.05.2026 - 08:22

Als Salzburg Pellets 2004 die Produktion aufnahm, war man eines der ersten der freien Pelletswerke, sprich: sämtliches Rohmaterial muss zugekauft werden. Daran hat sich bis heute nichts geändert. „An unserem Standort in Schratten bei Abtenau befindet sich ein Holzcluster – mit Sägewerk, BSH-Produktion und Heizwerk. Jedes der Unternehmen ist aber eigenständig. Rund 25 % der bei Salzburg Pellets benötigten Späne kommen von den benachbarten Werken, den Rest kaufen wir von Betrieben aus der Umgebung“, erläutert Christian Pölzleitner, der mit Franz Pölzleitner die Geschicke von Salzburg Pellets leitet. Die beiden legen Wert auf Regionalität und hohe Qualität – beim Rohmaterial sowie beim Endprodukt und verweisen in dem Zusammenhang auf die partnerschaftlichen Verhältnisse mit Lieferanten beim Einkauf. „Wir können auch schwierige Produkte abnehmen. Um die Tonnage bei Hobelspänen zu erhöhen, haben wir spezielle Presscontainer entwickelt. Damit lässt sich das Ladegewicht verdoppeln“, sagt Franz Pölzleitner und ergänzt: „Unser Partner im Holzeinkauf, Pölzleitner Holz, besorgt auf Wunsch die Container, wir garantieren im Gegenzug die mögliche staubfreie Abholung der Späne. Wir nehmen alles ab: Säge- und Hobelspäne, Hackschnitzel und Kappholz.“

Gute Partnerschaft und Nähe

Das partnerschaftliche Verhältnis und die Regionalität spielten auch bei der Anschaffung des neuen Radladers eine wichtige Rolle. „Wir haben uns mehrere Lieferanten angesehen und uns aufgrund verschiedener Vorteile für ein Modell von Liebherr entschieden“, berichtet Christian Pölzleitner. Die Nähe zum Radlader-Produktionsstandort von Liebherr in Bischofshofen spricht für sich. „Das Produkt wird in Österreich gebaut und sichert Arbeitsplätze sowie Wertschöpfung in der Region. Wir waren mit unserer Mannschaft zu Besuch in Bischofshofen und von der hohen Fertigungstiefe positiv überrascht“, begründet Christian Pölzleitner. „Außerdem sprechen sie die gleiche Sprache – nämlich salzburgerisch“, sagt Franz Pölzleitner und schmunzelt. Geschätzt wird auch die gute Erreichbarkeit: Bei Fragen steht immer ein Ansprechpartner zur Verfügung.

Sicherheit geht vor

Die wohl wichtigsten Kriterien für den Liebherr 556 XPower waren aber die hohe Sicherheitstechnik, die Effizienz sowie der geringe Treibstoffverbrauch. „Der Radlader ist am Heck mit einer Kamera für die aktive Personenerkennung mit Bremsassistent ausgestattet. Das System unterstützt den Fahrer bei der Vermeidung von Kollisionen mit Hindernissen oder gar Personen“, erläutert Liebherr-Verkaufsrepräsentant Daniel Amschl. Der Bremsassistent reduziert automatisch die Geschwindigkeit des Radladers beziehungsweise stoppt diesen, sobald die Sensoren ein Warnsignal erfassen.

Für die Frontseite gibt es ebenfalls eine Kamera, die den Bereich vor der Hochkippschaufel überwacht. Apropos Schaufel: Hier entschied man sich für die 9,5 m³-Variante, um den Umschlag des Sägerestholzes so effizient wie möglich zu gestalten. Außerdem nutzt das benachbarte Heizwerk den Radlader für die Beschickung des Kessels mit Brennmaterial. Als Zusatzausstattung verfügt der Liebherr 556 XPower bei Salzburg Pellets über eine Wiegefunktion in der Schaufel, die zur internen Kontrolle dient.

Kraftvoller Antrieb

Der XPower-Fahrantrieb ermöglicht eine maximale Leistung bei gleichzeitig reduziertem Kraftstoffverbrauch. Er kombiniert die Vorteile des hydrostatischen und mechanischen Antriebs automatisch und stufenlos. Der hydrostatische Fahrantrieb ist die effizienteste Antriebsart bei kurzen Ladevorgängen, während der mechanische Antrieb bei langen Distanzen und beim Bergauffahren kraftvoll und sparsam ist. „Durch das XPower-Getriebe stoppt der Radlader auch bergauf automatisch, wenn man vom Gas geht“, führt Amschl aus. „Wir können den Kraftstoffverbrauch noch nicht mit Zahlen belegen. Unsere Fahrer sagen aber, dass sie im Vergleich zu früher weniger oft auftanken müssen“, berichtet Franz Pölzleitner.

Das ergonomisch gestaltete Kabinendesign ermöglicht ein komfortables und ermüdungsfreies Arbeiten. Der hohe Verglasungsanteil der Fahrerkabine sowie das optimierte Design der Motorhaube bieten eine freie Sicht in alle Richtungen sowie auf die Arbeitsausrüstung. Beim Besuch in Abtenau spricht Franz Pölzleitner auch noch die gute Zugänglichkeit für die Reinigung an. „Das ist vor allem in Bezug auf den Brandschutz und Staub ein wichtiges Thema“, spezifiziert er.

„Was Liebherr verspricht, wird auch gehalten“, resümiert Christian Pölzleitner. Mit dem neuen Liebherr-Radlader 556 XPower hat Salzburg Pellets einen weiteren Schritt in Richtung Optimierung und Energieeffizienz im Unternehmen gesetzt.