Die drei alten Rundholzplätze mit breiten Fahrwegen ersetzt I.B.H. durch eine zentrale Anlage mit zwei Portalkranen © I.B.H. Sägewerk
Als Generalunternehmer für das Vorhaben ist Holtec, Hellenthal/DE, beauftragt. Mit der Montage der Anlagen wird Ende Juni begonnen. Da Teile der alten Rundholzplätze in Betrieb bleiben müssen, erfolgt die Installation in zwei Bauabschnitten. Eine erste Teilinbetriebnahme ist im November geplant, bevor der Rundholzplatz dann im 1. Quartal 2026 nach der Demontage der alten Anlagen fertiggestellt werden kann.
Als Gründe für die 25 Mio. € teure Investition nennt Christoph Haas von I.B.H. die Tatsache, dass die bestehenden Anlagen nach stellenweise 35 Jahren an ihrer Altersgrenze angekommen sind. Wichtiger ist für ihn die höhere Wirtschaftlichkeit eines zentralen Platzes für Kurz- und Langholz. Sein Hauptargument ist aber die deutlich höhere Rundholzlagerkapazität auf nahezu der gleichen Fläche, die bislang die drei Plätze einnehmen. „Die Holzbereitstellung hat sich in den vergangenen Jahren immer stärker in den Sommer verlagert, sodass wir Ende des Sommers hohe Rundholzlager-Bestände für den Einschnitt während der Wintermonate benötigen“, berichtet Haas aus dem Entscheidungsprozess.
Die höhere Lagerkapazität des neuen Platzes ergibt sich vor allem aus der Umstellung von Mobilbaggern auf zwei Schienen-Portalkrane. Dadurch können die Fahrwege für die bislang eingesetzten fünf Mobilbagger als Lagerfläche genutzt werden.
Die beiden Portalanlagen, auf die jeweils der Oberwagen einer Sennebogen-Umschlagmaschine des Typs 850 G montiert ist, können über die Holtec LogPilot.Pro ferngesteuert werden. „Damit entstehen für die Generation der Gamer attraktive Arbeitsplätze“, nimmt Haas auf den Aspekt des Fachkräftemangels Bezug. Über die Portalanlagen können die 100 Sortierboxen bedient werden. Diese sind auf Rundholzlängen von 2,4, 3, 4, 5 und 6 m, jeweils mit Übermaß, ausgelegt.
Die weiteren Anlagenlieferanten für den Rundholzplatz sind Baljer & Zembrod, Altshausen/DE, für den Wurzelreduzierer, Jörg Elektronik, Oberstaufen/DE, für die 3D-Rundholzvermessung, und Valon Kone, Lohja/FI, für die auf einen Durchlass bis 80 cm ausgelegte Entrindungsanlage VK 800. Einen nennenswerten Teil der Montage sowie den Bau von weiteren Rundholzplatzkomponenten, wie die Restholzentsorgung, übernimmt das Anlagenbauunternehmen EMZ Werke Manderfeld, Büllingen/BE.
Mit Hilfe des neuen Rundholzplatzes kann die bisherige Einschnittkapazität von rund 300.000 fm/J leicht erhöht werden. Mit 90% wird der größte Teil des Einschnitts weiterhin auf Fichte entfallen. Mit jeweils 5% schneidet I.B.H. auch Douglasie sowie Nadelholz-Kurzlängen für Palettenhersteller ein. Die letzten relevanten Investitionen hat I.B.H. nach dem Brand 2019 ausgeführt. Damals wurde als Ersatz für die bei dem Brand zerstörten Anlagen eine Blockbandsägenlinie und ein Combimes-Besäumer von EWD, Altötting/DE, aufgestellt. Die damals beschädigte Spanerlinie konnte repariert werden. Insgesamt verfügt I.B.H. über zwei Spanerlinien.