Die Zählung des Weißen Hauses:
- 10 % Zoll auf weltweite Nadelholzimporte („global tariff on imports of softwood lumber“)
- 25 % Zoll auf Polstermöbel, Anhebung auf 30 % ab 1. Januar 2026
- 25 % Zoll auf Küchenmöbel und Waschtische, Anhebung auf 50 % ab 1. Januar 2026
- Handelspartner, die mit den USA Vereinbarungen treffen, können günstigere Regelungen erhalten
- Sonderregelungen: Vereinigtes Königreich (maximal 10 %), EU und Japan (maximal 15 %)
- Produkte, die nicht unter die Section-232-Zölle fallen, unterliegen in der Regel Reziprozitätszöllen
Ausgenommen sind Länder, gegen die Antidumping- oder Ausgleichszölle gelten – ein deutlicher Hinweis auf den Hauptlieferanten Kanada.
Nach Angaben des Weißen Hauses kam eine Untersuchung des Handelsministeriums zu dem Ergebnis, dass die Importmengen und -bedingungen von Holzprodukten die nationale Sicherheit der USA beeinträchtigen. Die Abhängigkeit von ausländischem Holz gefährde Verteidigungsfähigkeit, Bauwirtschaft und wirtschaftliche Stärke. „Holz ist ein Schlüsselrohstoff für ziviles Bauen und militärische Infrastruktur.“
Das US-Militär investiert jährlich über 10 Mrd. US-Dollar in Bauprojekte und erprobt neue Holzprodukte wie Brettsperrholz. Die Regierung betont, dass die USA in der Lage seien, 95 % des eigenen Nadelschnittholzbedarfs selbst zu decken. Seit 2016 ist das Land jedoch Nettoimporteur – daran will Washington etwas ändern.