USNR

Besser auf Nummer sicher gehen

Ein Artikel von Martina Nöstler (für holzkurier.com bearbeitet) | 03.12.2025 - 13:58

„Better safe than sorry“ heißt es im Englischen so schön. Und genau hier setzt USNR an und entwickelt Lösungen für Sägewerksanlagen, die schon seit einigen Jahren oder Jahrzehnten im Einsatz sind – einerseits um die Sicherheit der Anlagenbediener zu erhöhen und andererseits um auch noch technisch gut einsatzfähige Maschinen weiter zu erhalten.

Arbeitsbühnen dienen nicht nur der Sicherheit. Ein fester und sicherer Stand verbessert die Ergonomie, da er eine entspanntere und natürlichere Arbeitshaltung bietet. Die Möglichkeit, die Füße dort zu platzieren, wo es für das Gleichgewicht erforderlich ist, statt nur dort, wo sich zufällig ein geeigneter Punkt zum Abstellen findet, macht einen erheblichen Unterschied für Effizienz und Ergonomie.

Hubvorrichtung für Schutzabdeckung

Alle neuen Reduzieraggregate von USNR sind mit einer elektrischen Öffnungsvorrichtung für die Abdeckhauben ausgestattet, die von elektrischen Stellgliedern angetrieben wird. Das Sicherheitssteuersystem gewährleistet, dass niemand den Bereich um die Maschine betreten kann, solange sich die Hauben bewegen. Der Zugang ist erst möglich, wenn sämtliche mechanischen Teile vollständig zum Stillstand gekommen sind.

Die Hubvorrichtung für die Hauben dient sowohl der Sicherheit als auch der Ergonomie. Die Hauben sind sehr schwer und werden bei älteren Maschinen durch Gasdruckfedern gehalten. Sie lassen sich von Hand öffnen sowie schließen – die Sicherheit des Bedieners hängt von der Funktion dieser Druckbehälter ab. Versagt eine Gasdruckfeder, besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko, heißt es bei USNR.

Neue Spaner sind außerdem mit Arbeitsbühnen ausgestattet, die den Schacht unter der Maschine abdecken. Diese bieten zusätzliche Sicherheit und schaffen ein arbeitsfreundlicheres Umfeld. Wie andere Sicherheitsfunktionen von USNR können auch diese Bühnen in älteren Maschinen nachgerüstet werden.

Kein Balancieren auf Brettern mehr

Cambio-Entrinder gehören zu den weltweit am häufigsten eingesetzten Maschinentypen von USNR. Traditionell wurden Wartungsarbeiten auf improvisierten Abdeckungen durchgeführt – gebaut aus dem, was gerade verfügbar war, um den Schacht unter der Maschine abzudecken. Örjan Berglund, Upgrade-Spezialist bei USNR, lehnt solche Lösungen klar ab: „Wir schreiben das Jahr 2025, und niemand sollte seine Gesundheit riskieren, indem er auf provisorischen Plattformen aus irgendwelchen Brettern balanciert.“

Heute stehen sichere und geeignete Alternativen zur Verfügung. Die Arbeitsbühnen für die Cambio-Entrinder sind je nach Anwendung in zwei Ausführungen erhältlich: Eine Version schwenkt aus dem Schacht nach oben, die andere wird seitlich horizontal ausgefahren. Wie alle USNR-Serviceplattformen sind sie selbstsichernd ausgeführt – sie benötigen keinerlei zusätzliche Verriegelungsmechanismen.

Plattformen bei Besäumern

Zur Kapazitätssteigerung verfügen die meisten Hochleistungsbesäum-Systeme über Ausschleusklappen vor dem Einlauf. Diese verhindern, dass Ausschussware durch die Säge läuft und wertvolle Produktionszeit beansprucht. Die Schächte bergen potenzielle Gefahren, wenn Mitarbeitende die Besäumerlinie betreten müssen, um verklemmte Bretter zu entfernen oder Servicearbeiten durchzuführen. Auch dafür hat USNR eine Lösung: Wird der Zugang zur Sicherheitszone freigegeben, fahren die Plattformen automatisch hoch. Wie andere USNR-Sicherheitsplattformen bewegen sie sich über eine Nocke oder einen Kniehebel, was sie mechanisch ausfallsicher macht.

Teil eines größeren Plans

Die Sicherheitseinrichtungen sind Bestandteil der verstärkten Ausrichtung von USNR auf Upgrade-Produkte. Seit dem vergangenen Jahr legt die europäische Niederlassung des Unternehmens einen deutlich stärkeren Fokus auf Nachrüstlösungen für bestehende Maschinen.

Diese Upgrades umfassen sämtliche Maßnahmen, die Maschinen auf aktuelle oder nahezu aktuelle Standards bringen. Dazu zählen mechanische Verbesserungen zur Erhöhung von Ausbeute, Präzision, Haltbarkeit oder Wartungsfreundlichkeit. Gleiches gilt für Steuerungs- und Scanner-Upgrades. „Viele dieser Modernisierungen können die Leistungsfähigkeit der Maschinen auf heutiges Niveau bringen, ohne den Platzbedarf der Anlagen zu verändern“, verdeutlicht Berglund.