Franz Nagl, Inhaber von Fensterbau Nagl aus Axams, ist seit jeher ein Weinig-Fan: Er schaffte vor bald 40 Jahren die erste UnicontrolFensteranlage von Weinig in Österreich an, 2016 erhielt der Familienbetrieb den ersten Conturex-Compact in Österreich. Neben dieser CNC-Bearbeitungsanlage investierte man vor drei Jahren auch in eine Weinig-Hobelmaschine des Typs Powermat 700 (s. Beitrag „Branchenvorreiter“). Ende 2018 komplettierte Nagl nun den Maschinenpark mit einer Kappanlage inklusive einer OptiCut S50 von Weinig Dimter, Illertissen/DE.
Maßgeschneidert
Bisher führte man in Axams den Zuschnitt der Fensterkanteln mit einer Formatkreissäge durch. „Das war sehr aufwendig“, erklärt Nagl, der für die Produktion zuständig ist. „Ursprünglich wollten wir eine einfachere Kappanlage anschaffen. Jetzt sind wir froh, dass wir uns für die OptiCut S50 entschieden haben“, führt er aus. Die OptiCut S50 ist an das betriebsinterne Netzwerk angebunden. Damit lassen sich die Zuschnittlisten einfach an die Maschine übertragen. „Dimter hat uns eine maßgeschneiderte Anlage geliefert – quasi eine Nagl-Edition“, meint der Fensterbauer augenzwinkernd. Er längt mit der neuen OptiCut S50 nicht nur die Fensterkanteln, sondern auch die Fensterbänke gemäß Kundenwunsch ab. „Dementsprechend schafft die Kappanlage Querschnitte von 220 mal 120 mm beziehungsweise 300 mal 60 mm“, erklärt Weinig-Gebietsverkaufsleiter Christian Marn bei der Besichtigung in Axams. Die Anlage ist auf Eingangslängen von bis zu 4,8 m ausgelegt. Sie hat einen verstärkten Sägemotor, einen schwenkbaren Schieber mit Längenerkennung und ist zudem mit dem Paket „Fehler kappen“ ausgestattet. Ein Seitendruck vor und nach dem Schnitt sorgt für einen exakt rechtwinkeligen Schnitt.
Des Weiteren verfügt die OptiCut S50 bei Nagl über die OptiCom Pro-Steuerung. Im Auslaufbereich der Maschine installierte Dimter einen Etikettendruck. Auf dem Barcode, der am Powermat 700 sowie am Weinig-Conturex eingescannt werden kann, sind sämtliche Daten für das jeweilige Bauteil abgebildet. „Damit lassen sich die Schnittlisten im Weinig-Format an die anderen Maschinen übertragen“, führt Marn aus. Zudem hat die OptiCut S50 das Anschlusspaket für den PC und eine Netzwerkanbindung, damit die Dimter-Techniker bei Fragen einfach auf die Anlage bei Nagl zugreifen können.
Im Alleingang
Die gesamte Vorfertigung – also den Zuschnitt, das Hobeln sowie die Profilierung – macht Franz Nagl allein. Die durchdachte Maschinenanordnung in der Halle sorgt für kurze Wege. „Mit der OptiCut S50 schaffe ich rund 40 Fenstereinheiten pro Woche. Das ist deutlich mehr als früher. Außerdem ist die körperliche Beanspruchung mit unserer Maschinenkonstellation minimiert und wir haben kaum Lärm- oder Staubbelastung“, meint der Profi. „Durch die OptiCut S50, den Powermat 700 und den Conturex haben wir zwei Mitarbeiter eingespart. Die Anlagen sind bei uns nicht mehr wegzudenken.“
Fensterbau Nagl
Standort: Axams
Inhaber: Franz Nagl
Mitarbeiter: 5
Produkte: maßgefertigte Fenster aus Holz, Holz-Alu
Holzarten: hauptsächlich Fichte und Lärche, auch Eiche
Absatz: überwiegend regional