Mit einem jährlichen Einschnittvolumen von rund 100.000 fm zählt Osukalns zu den führenden Laubholzverarbeitern in Lettland. Das Unternehmen produziert gehobelte Profilholzbretter aus Espe und Erle, die hauptsächlich im Saunabau Verwendung finden.
Maximale Materialausnutzung
Im Zentrum der neuen Anlage steht das Rip-Scanning-System von der Paul Maschinenfabrik, das mithilfe von hochauflösenden Kameras und Sensoren die Ober- und Unterseite jedes Werkstücks detailliert analysiert. „Mit der Unterstützung von künstlicher Intelligenz erkennt das System Holzmerkmale wie Astlöcher, Risse, Verfärbungen oder Qualitätszonen mit hoher Präzision. Die KI-gestützte Optimierung berücksichtigt nicht nur die geometrische Verdrehung der Bretter, sondern auch Rückläufer und gewünschte Kapplängen“, erklärt Manfred Buck, Verkaufsleiter bei Paul. „Auf dieser Basis werden die bestmöglichen Schnittpositionen und Produktabmessungen berechnet – für maximale Materialausnutzung bei minimalem Verschnitt.“
Für die präzise Übergabe der gescannten Werkstücke sorgt das Beschickungssystem AB920_Spot, das die Bretter mittels eines integrierten Kamerasystems exakt ausrichtet. Zwei unabhängig arbeitende Servoantriebe positionieren jedes Werkstück millimetergenau, bevor es der Auftrennsäge übergeben wird. Dieses Zusammenspiel aus optischer Erkennung und servoelektrischer Steuerung gewährleistet höchste Schnittgenauigkeit und Prozesssicherheit – selbst bei unregelmäßigen Werkstücken mit Rindenresten oder Naturkanten.
Die anschließende Bearbeitung erfolgt auf einer Auftrennsäge des Typs CGL, deren Sägewelle mit einer Motorleistung von bis zu 160 kW angetrieben wird. Der kraftvolle Antrieb und die robusten, über Kardangelenke gesteuerten Vorschubwalzen ermöglichen eine konstant hohe Vorschubgeschwindigkeit und zuverlässige Leistung sowohl bei Weich- als auch bei Hartholz. „Der modulare Aufbau und die wartungsfreundliche Konstruktion sorgen zudem für geringe Stillstandszeiten und maximale Anlagenverfügbarkeit“, verdeutlicht Buck. Nach dem Auftrennen werden die Werkstücke den ZSA-Stapelautomaten zugeführt und die sortierten Pakete vom Staplerfahrer abgenommen.
„Dank der Kombination aus KI-gestützter Holzerkennung, intelligenter Mechanisierung und leistungsstarker Sägetechnik profitiert Osukalns künftig von einer deutlich gesteigerten Holzausbeute, höherer Produktqualität und einem optimierten Materialfluss,“ ist Buck überzeugt. „Die erneute Entscheidung zugunsten von Paul unterstreicht die langjährige, partnerschaftliche Zusammenarbeit unserer Unternehmen und den gemeinsamen Anspruch, technologisch führende und wirtschaftlich effiziente Lösungen für die moderne Holzverarbeitung zu realisieren.“