Kabel Premium Pulp & Paper

Immobilienentwickler kauft Gelände von Papierfabrik

Ein Artikel von Michael Fehrle | 15.10.2025 - 14:45

Update 15. Oktober 2025

VGP will das 280.000 m² große Gelände für Lager, Büros, Logistik und kleineren Produktionsstätten entwickeln. Bevor die bestehenden Gebäude abgerissen oder umgebaut werden können, müssen allerdings zuerst noch Papiermaschinen demontiert werden. Fragen zum Stand des Verkaufs der Papiermaschinen bleiben vom Insolvenzverwalter unbeantwortet. Angeblich gibt es Kaufinteressenten aus Asien und Indien.

23. Mai 2025

Mit Kabel Premium Pulp & Paper (KPPP) in Hagen-Kabel/DE muss eines der letzten Schleifholz verarbeitenden Papierwerke in Deutschland den Geschäftsbetrieb ab 1. Juni einstellen. Die 426 Mitarbeiter wurden am 22. Mai auf einer Betriebsversammlung über die Schließung informiert. Der derzeit noch vorläufige Insolvenzverwalter der Papierfabrik Kabel, Premium, Pulp & Paper (KPPP) in Hagen-Kabel/DE wird demnächst mit der Verwertung der Assets des Unternehmens beginnen. Nachdem am 22. Mai die Schließung des Unternehmens bekannt gegeben und dem Großteil der 426 Mitarbeiter gekündigt wurde, sollen das Grundstück, Maschinen, die Betriebsausstattung sowie die Restbestände an Rohstoffen und Fertigware verkauft werden. Hierzu werden dann auch die beiden Papiermaschinen zählen, auf den KPPP zuletzt im Wechsel LWC- und MWC-Papier hergestellt hat. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird voraussichtlich am 2. Juni erfolgen.

7:14 Uhr

Damit wird es in Deutschland nur noch vier Papier- bzw. Kartonfabriken geben, die Rohmaterial aus Holzschliff einsetzen. Für die Papierfabrik in Ettringen hatte UPM-Kymmene bereits Anfang März die Schließung im Juli angekündigt.

Nach dem Antrag von KPPP auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens am 6. März am Amtsgericht Hagen hatte der vorläufige Insolvenzverwalter, Prof. Dr. Peter Neu vom Büro Hagen der Kanzlei ATN d´Avoine Teubler Neu Rechtsanwälte, Wuppertal/DE, einen Investorenprozess gestartet. Dieser ist allerdings erfolglos geblieben.

Die Schließung hatte sich bereits Anfang Mai abgezeichnet. Am 9. Mai waren Holzlieferanten informiert worden, dass bis zum Monatsende kein Schleifholz mehr angeliefert werden darf. Die Fernbezüge waren bereits zuvor gestoppt worden.  

 

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