Nach rund zweijähriger Bauzeit ging 2023 bei Mayr-Melnhof Holz in Leoben dieses Projekt der Superlative in Betrieb. Das Werk markiert einen bedeutenden Schritt in der industriellen Herstellung von hochwertigem Brettsperrholz. Die geplante Jahreskapazität liegt im Vollbetrieb bei bis zu 130.000 m³. Der Hallenkomplex umfasst drei Produktionshallen für BSP, ein Nachsortier- und Hobelwerk für Schnittholz, ein Hochregallager sowie eine Verpackungs- und eine Verladehalle.
Kompetente Beratung und Planung
„Das Gesamtprojekt war die größte Investition der Firmengeschichte – und die Absaugung ein Teil dieses großen Projekts“, erklärt Markus Thier, Betriebsleitung BSP bei Mayr-Melnhof Holz. „Für ein derart umfangreiches Vorhaben ist es entscheidend, verlässliche Partner nicht nur während der Bau- und Inbetriebnahmephase zu haben, sondern auch darüber hinaus. Und da waren und sind wir mit Scheuch Ligno sehr zufrieden.“
Schallschutz, Energieeffizienz und Leistungsreserven
„Bei diesem Projekt gab es von unserer Seite diverse Anforderungen – darunter Schallschutz, Energieeffizienz, Energierückgewinnung sowie Leistungsreserven für spätere Erweiterungen“, betont Thier. „In der Planungsphase wurden gemeinsam gute Lösungen zu den Aufgabenstellungen erarbeitet, die letztlich zu unserer vollsten Zufriedenheit umgesetzt wurden.“
Größere Absauggruppen mit Unterdruckregelung
Die Absaugung verursacht in einem modernen BSP-Werk rund ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs – entsprechend groß ist das Einsparungspotenzial. Um den Energiebedarf möglichst gering zu halten, ordnet Scheuch Ligno bei der Segas-Plus-Absaugung jeder Maschinengruppe einen exakt abgestimmten Ventilator zu. Dank der Unterdruckregelung der einzelnen Absauggruppen bleibt die Leistung über die gesamte Filterstandzeit konstant und im optimalen Bereich.
Materialtransport über 1,3 km
Das abgesaugte Material aus den drei BSP-Produktionshallen wird über eine Mitteldruck (MD)-Förderanlage mit 450 m Länge zu einem neuen Zwischensilo beim Hobelwerk transportiert. Zur Abdeckung von Spitzenlasten können dabei bis zu 15 t Material bewegt werden. Das Material aus dem Hobelwerk wird ebenfalls in diesem Zwischensilo gesammelt und anschließend über eine weitere MD-Förderanlage mit 850 m Länge zum Silo beim Pelletswerk weitertransportiert. Diese robuste und leistungsstarke Ausführung der gesamten Fördertechnik erweist sich besonders bei großen Förderwegen und hohen Materialmengen als äußerst wirtschaftlich, betont man bei Scheuch Ligno.