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Abschaltung in Domat/Ems zeigt Wirkung

Ein Artikel von Forstassessor Peter Liptay | 14.02.2012 - 10:22
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Die Schweizer Nadelschnittholzexporte sind 2011 gegenüber dem Vorjahr (231.554 t) um über die Hälfte auf 105.742 t gesunken, liest man in der Schreinerzeitung. Dies liegt vor allem am Einbruch der Ausfuhren von sägerauem Fi/Ta-Schnittholz nach Österreich (von 43.758 t auf 4966 t) und Deutschland (von 44.812 t auf 6210 t). Das Schrumpfen der Exporte auf 11% (Österreich) und 14% (Deutschland) der Vorjahresmengen ist neben dem starken Schweizer Franken vor allem auf die Schließung des Großsägewerkes von Mayr Melnhof Swiss Timber in Domat/Ems zurückzuführen.

Damit sind die Schweizer Ausfuhren auf das Niveau von 2006 – vor der Eröffnung des damaligen Sägewerkes in Domat/Ems, Stallinger Swiss Timber – gefallen. Wichtigste Absatzmärkte für Schweizer Fi/Ta-Schnittholz sind Italien (–23,2% auf 47.126 t) und Frankreich (+7,7% auf 34.710 t).

Die Einfuhren von Nadelschnittholz in die Schweiz gingen 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 2,2% auf 213.127 t zurück. Damit übertrafen die Importe seit Jahren erstmals die Exporte. Die mit Abstand größten Nadelschnittholzmengen bezog die Schweiz aus Deutschland (85.194 t) und Österreich (66.116 t).