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Drei Trockenkammern füllen die Best Hall-Halle mit Schnittholz und Palettenklötzen aus Kiefer © Pfeifer Group

Da pfeift nichts

Ein Artikel von Dinah Urban | 20.04.2017 - 08:06
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Verwaltungsleiterin Jill Schenk (li.) und Werksleiter Uwe Herold zeigen sich zufrieden mit ihrer imposanten und dabei flexiblen Investition © Dinah Urban

500.000 fm/J Kiefer verarbeitet die Pfeifer Group an ihrem nördlichsten Standort zu Verpackungsholz, insbesondere Palettenklötzen. Die Tendenz ist bekanntlich steigend im Zeitalter von Amazon und Zalando. „Es wird immer mehr getrocknete Ware in Form von fertigen Bausätze angefordert“, bemerkt der Uelzener Werksleiter Uwe Herold. Entsprechend rüstete das exportlastige Werk mit einer Trocknungskapazität von 40 bis 50.000 m³ auf. Drei Trockenkammern nutzen überwiegend Niedrigtemperaturenergie des hauseigenen Biomasseheizkraftwerks. Für gesondert reglementierte Einsatzzwecke bietet Pfeifer außerdem technisch getrocknete Produkte an. Bevor sich die meisten der 500.000 m³/J in Form von Klötzen, Schnittholz und anderen Grundelementen von Holzpackmitteln auf die Reise begeben, benötigen sie ein trockenes Zwischenlager. Passend zu Trocknungskapazität und erwarteter Nachfrage, sollte daher eine neue Halle her.

Flexibilität ist Trumpf

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Im Halleninneren stören keine Stützen und bei Tageslicht ist es auch ohne Beleuchtung angenehm hell © Dinah Urban

Die erste Planenhalle der Pfeifer Group überdacht 1600 m² und war innerhalb von drei Wochen einsatzbereit. Geliefert und montiert wurde sie von Best Hall, Kälviä/FI. Das Modell überzeugte neben der flexiblen Verwendung und Mobilität insbesondere mit dem großzügigen Lagerplatz. „Es schränken keine mittig stehenden Stützen die Nutzung ein“, erklärt Herold. „Die äußere und obere Stahlkonstruktion tragen die widerstandsfähige Plane einwandfrei.“

Planenhallen – eine Wissenschaft für sich

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Drei Trockenkammern füllen die Best Hall-Halle mit Schnittholz und Palettenklötzen aus Kiefer © Pfeifer Group

Von Pfeifers Seite war ein befestigter Untergrund gefordert. Das Gießen der zwei benötigten Streifenfundamente und die Montage der Halle selbst erledigten das Best-Hall-Team in Windeseile. Apropos: Der Wind selbst bleibt draußen, sobald das großzügige und leichtgängige Schiebetor verschlossen ist. „Die acryllackierte PVC-beschichtete Folienhülle wird vom pulverbeschichteten Rahmen sicher gehalten und gleichzeitig vor Reibung geschont“, berichtet Marcus Green, der im deutschsprachigen Raum schon so manchen „Hölzernen“ von einer solchen Halle überzeugen konnte. Das dichte und oben lichtdurchlässige Zelt wird in Finnland sorgfältig verschweißt, um eine hohe Qualität zu gewährleisten. Schimmelpilz und Feuer lässt es außerdem keine Chance. Das Planenende wird am Asphalt mit Bitumin befestigt und schützt vor Wind und Wasser.

Der Werksleiter wirkt sichtlich zufrieden mit seiner Wahl. Mit ihr verbaut er sich im wahrsten Sinn keine Folgeentscheidung. Wird das Grundstück umstrukturiert, zieht die Halle einfach um. Das Wachstum am Standort, welches er seit Amtsantritt 2015 wahrnimmt, kann also fortgeführt werden. Heuer feiert die Uelzener Niederlassung ihr 25-jähriges Jubiläum.