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Archivbild Wald Borkenkäfer © shutterstock

Wald im Klimawandel

Ausmaß des Schadholzanfalls in Europas Wäldern

Ein Artikel von Holzkurier-Redaktion | 25.03.2020 - 14:53

Gab es schon immer? Nein!

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Sturm Gudrun © Gerd Ebner

Es gibt Stimmen, die sagen, so etwas wie jetzt gab es schon immer. Das ist leider völlig falsch. Derzeit ändern sich durch den Klimawandel die Voraussetzungen für vitale Wälder. Das führt zu einer Kalamität, deren Ende und Ausmaß derzeit nicht absehbar sind. Was es immer gab, sind Stürme. Sturmereignisse sind lokal katastrophal, aber meistens im Ausmaß begrenzt und immer überschaubar (s. Tabelle).

In der DACH-Region, in Tschechien und Italien fielen in den Jahren 2018 und 2019 rund 200 Mio. fm Schadholz an. Und die Mengen werden von Jahr zu Jahr größer. 2017 waren es knapp 30 Mio. fm, 2018 schon 80 Mio. fm und 120 Mio. fm dann im Vorjahr. Für 2020 kann niemand eine Prognose geben. Das Wissen um die Ursachen hilft bei aber bei der Einschätzung der kommenden Ereignisse. Was wir derzeit haben, ist also ein Lothar, der sich Jahr für Jahr wiederholt. Und niemand weiß, wann er zu Ende ist.

 

Windwürfe | 1990 bis heute

Die größten Windwurfschäden in Europa (größer als 1 Mio. fm Schadholzanfall)
Jahr Name Land Ausmaß
1999 Lothar FR, DE, CH 180 Mio. fm
1990 Vivian, Wiebke Mitteleuropa 100 Mio. fm
2005 Erwin, Gudrun Skan., Balt. 85 Mio. fm
2007 Kyrill, Olli Mitteleuropa 55 Mio. fm
2009 Klaus FR 40 Mio. fm
2018 Friederike DE 17 Mio. fm
2007 Per SE 12 Mio. fm
2018 Vaia IT 11,5 Mio. fm
2008 Emma AT, DE, CZ 9,5 Mio. fm
2017 Hartmut   AT, CZ, PL 8,8 Mio. fm
2005 Silvio SK 8 Mio. fm
2013 Ivar DK, SE 7,2 Mio. fm
2008 Paula AT 6,3 Mio. fm
2002 Uschi AT, CZ 6 Mio. fm
2011 Dagmar FI, SE 5 Mio. fm
2017 Herwart   Mitteleuropa 5 Mio. fm
2019 Eberhard, Franz
DE, CZ 4 Mio. fm
2014 Petra AT, IT, SI 3,8 Mio. fm
2015 Helga, Gorm SE 3,3 Mio. fm
2014 Yvette AT, CZ 3,1 Mio. fm
2015 Niklas AT, DE 2,9 Mio. fm
2017 Kolle   AT, DE 2,5 Mio. fm
2017 Yves AT, SI 2,5 Mio. fm
2018 Burglind   AT, CH, DE 2 Mio. fm
2013 Xaver DE, DK, SE 1,9 Mio. fm
2013 Eino FI 1,5 Mio. fm
2015 ohne Namen FI 1,5 Mio. fm
2017 Xavier   DE 1,4 Mio. fm
2008 Annette SE 1,2 Mio. fm
2013 Christian DE, DK 1,1 Mio. fm
2013 Seija FI 1 Mio. fm

Warum ist die Fichte hauptbetroffen?

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Symbolbild © Martina Nöstler

Die Fichte ist in Deutschland, Österreich und Tschechien die am weitesten verbreitete Baumart (Deutschland z.B. 25 %). Daher trifft es sie logischerweise am stärksten. Die Fichte dominiert, weil sie die breiteste Standortamplitude (Deutschland: „Zugspitze bis Rügen“) hat, am schnellsten wächst und ideale Festigkeitseigenschaften für den konstruktiven Einsatz aufweist. 

Alle diese Eigenschaften führen dazu, dass die Fichte

  • vielfach an Standorten außerhalb ihrer natürlichen Verbreitungsgebiete vorkommt,
  • oft nicht passendes Pflanzmaterial (Aufforstung nach dem 2. Weltkrieg) und
  • falsche waldbauliche Konzepte (zu dicht gepflanzt) angewandt wurden.
© RL Martin Schönsgibl/ÖBf

Deutschland Holzaufkommen 2018

Die deutsche Holzernte (inklusive Laubholz) summierte sich 2018 auf 83 bis 85 Mio. fm. Der Gutteil der Mehrmenge ist auf Nadelschadholz zurückzuführen. Damit lag der Schadholzanteil bei über 80 % der gesamten Holzernte. 8 von 10 fm mussten außerhalb der regulären forstlichen Planung hingenommen werden. Diese acht Stämme wurde von keinem Kunden bestellt, mussten außerhalb regulärer Lieferprofile verkauft werden – mit allen negativen Konsequenzen für den Rundholzpreis.

Deutschland Holzaufkommen 2019

Deutschland ist das Land, das 2019 mengenmäßig am stärksten vom Schadholz betroffen war. Die Redaktion des Holzkurier geht davon aus, dass der Schadholzanfall im Vorjahr bei deutlich über 70 Mio. fm lag. Damit gab es in den deutschen Wäldern 2019 mehr zufällige Nutzungen als Regeleinschlag im Jahr davor.

 

Schadholzverteilung Deutschland 2019

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© Holzkurier

Baden-Württemberg meldet 2019 eine Schadholzmenge von 6,3 Mio. fm (+36% gegenüber dem Vorjahr), Bayern von 9,8 Mio. fm (+53%) sowie Thüringen von 5,3 Mio. fm (+64%).

Die größten prozentualen Anstiege gibt es laut der Antwort des deutschen Landwirtschaftsministeriums auf eine Grünen-Anfrage in Brandenburg auf knapp 7 Mio. fm (2018: 400.000 fm, +570%), in Rheinland-Pfalz 2,6 Mio. fm (2018: 1 Mio. fm, +255%) sowie in Nordrhein-Westfalen auf 14,5 Mio. fm (2018: 4,5 Mio. fm, +69%).

Die heurigen Schadholzzahlen beziehen sich auf Angaben der Länder von Ende September 2019. Demgemäß fallen in Deutschland insgesamt 70 Mio. fm Schadholz an.

Von „null“ auf 3 Mio. fm nach China

Die Nadelrundholz-Ausfuhren nach China haben sich gegenüber 2018 um 725% auf knapp über 3 Mio. fm erhöht. Die China-Exporte stiegen jeden Monat kontinuierlich an. Im Oktober wurden über 460.000 fm in das Land der Mitte exportiert. Zum Jahresende gingen die Ausfuhren dann wieder deutlich zurück.

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© Holzkurier

Tritt die 2° C-Erwärmung ein, die Klimaforscher oder die europäische Politik („Pariser Klimaabkommen“) erwarten, wird es die Fichte unter maximal 600 hm nicht mehr bestandesbildend geben. Allenfalls an Spezialstandorten (feuchteren Tälern, Nordhängen etc.) geht es auch unter dieser Marke. Und auch das wird wiederum Deutschland besonders hart treffen. Denn in Deutschland stocken fast 70 % aller Fichten unter dieser Marke von 600 hm. Das sind 805 Mio. fm.

Ähnlich düster schaut es für Tschechien aus. Dort stocken rund 700 Mio. fm, davon 60 % Fichte. Vom tschechischen Umweltminister gab es schon das fatalistische Zitat, dass „es in 15 Jahren keine Fichte mehr geben wird“.

Aufgrund seiner Topografie ist Österreich diesbezüglich etwas im Vorteil. In der Alpenrepublik stocken „nur“ 16 % der Fichten unter 600 hm. Das sind 100 Mio. fm. Der größte Fichtenvorrat wächst darüber zu: fast 590 Mio. fm. ÖBf-Chef Dr. Rudolf Freidhager dazu: „Wir haben viele Gebirgsreviere. Was aufgrund der teureren Ernte und Bringung bisher ein 10 €/fm-Nachteil war, könnte sich aufgrund des Klimawandels als Vorteil erweisen“.

Österreich 2019

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© BMNT, LKÖ

In Österreich summierte sich der Schadholzanfall 2019 auf 10 Mio. fm. 5,5 Mio. fm davon waren Käferholz – das ist ein neuer Rekordwert (s. Beitrag "Erste Schätzung: 10 Mio. fm Schadholz"). Da der Normaleinschlag nochmals zurückgenommen wurde (–3 % auf 9 Mio. fm), dürfte der Gesamteinschlag mit 19 Mio. fm etwas unter dem von 2018 liegen.

Ähnlich wie in Deutschland gibt es große regionale Unterschiede. Die Käferproblematik konzentriert sich weiterhin auf die Regionen nördlich der Donau. Im nördlichen Alpenvorland gab es im Januar 2019 die Schneebruchereignisse. Der Süden wiederum war mit den Vaia-Folgen beschäftigt, bis er im November von den Starkregenereignissen und ebenfalls Schneebruchschäden heimgesucht wurde.

Schadholzsituation in Tschechien

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© Zprávy lesnického výzkumu

Relativ am schlimmsten hatte es 2019 erneut die Tschechische Republik erwischt. Der Schadholzanfall 2019 dürfte sich auf rund 33 Mio. fm belaufen haben. Das wäre abermals eine deutliche Steigerung zu den Vorjahren (2018: 24 Mio. fm, 2017: 10 Mio. fm). 

Seit 2015 hat sich der Käferholzanfall jedes Jahr ungefähr verdoppelt. Seit 2018 überschreitet die Käferholzmenge die normale Ernte (übliche Normalernte 16 Mio. fm). Im Vorjahr lag die Gesamternte (reguläre Ernte und Schadholz) bei rund 27,5 Mio. fm. 7,5 Mio. fm davon dürften nicht rechtzeitig aus dem Wald entfernt worden sein.

Angesichts des landesweiten Käferbefalls und vieler weiterer Faktoren, wie der unbekämpften Entwicklung der Käferausbreitung im Nationalpark Ceské Švýcarsko, gehen die Czech Forest-Mitglieder 2019 von einer Gesamtmenge der befallenen Bestände von mehr als 30 Mio. fm aus. Seit 2015 wurden mehr als 40 Mio. fm Käferholz geerntet. Es ist wahrscheinlich, dass die tatsächliche Menge noch höher ist, da Käferbäume nicht als solche gemeldet worden sind.

2020 wird sich der Käferbefall in Tschechien weiter fortsetzen. Nach 27,5 Mio. fm 2019 seien heuer 40 bis 60 Mio. fm zu befürchten, sagt der Think-Tank Czech Forest voraus (s. Beitrag "Bis zu 60 Mio. fm Käferholz heuer").

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Diese Grafik basiert auf mehreren Schlüsseldaten, die Czech Forest analysierte. Zusätzlich zu den Trends wurden geografische Besonderheiten anhand von Fichtenbeständen in einzelnen Höhen und Regionen, des aktuellen Ausmaßes des Befalls, der zeitlichen Verteilung der Borkenkäferkatastrophe in der Region Vysocina, der Kapazität und Verarbeitungsmöglichkeiten berücksichtigt. Die Grafik ist nicht das Ergebnis eines mathematisch-statistischen Algorithmus, sondern einer professionellen Diskussion der Czech Forest Think-Tank-Mitglieder über die verfügbaren Daten. Es gibt viele Faktoren, welche die zukünftige Entwicklung positiv und negativ beeinflussen können. In diesem Sinne wird auch das Diagramm veröffentlicht. © holzkurier.com

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© Holzkurier

In den vergangenen drei Jahren wuchs der Schadholzberg in Mitteleuropa beständig an. Im Vorjahr waren es zumindest 118 Mio. fm. Das ist eine Steigerung um 90 Mio. fm. Selbst bei günstiger Witterung muss 2020 von einem weiteren Schadholzanfall in der Höhe von 2019 ausgegangen werden. Neuer Hotspot der Kalamität ist nun Tschechien.

Käufer- oder Verkäufermarkt?

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Preisentwicklung Rund- vs. Schnittholz in Österreich (1/2001 = 100%). Quelle: Fachverband der Holzindustrie © Holzkurier

Der Rundholzeinkauf summiert sich für Sägewerke auf rund 70 bis 80% der Gesamtkosten. Sinkt der Rundholzpreis, hat das sofort enorme betriebswirtschaftliche Auswirkungen. 

Spätestens seit 2018 haben sich der Schnittholz- und der Sägerundholzpreis zugunsten der Sägewerke entkoppelt. Bis zu diesem Zeitpunkt beklagten die deutschen und österreichischen Sägewerke, die "höchsten Rundholzpreise der Welt zu haben".

Seit diesem Zeitpunkt sind mitteleuropäische Sägewerke schlagartig auf vielen Märkten konkurrenzfähiger als zuvor. Dass Deutschland so viel in die USA liefern kann, hat maßgeblich mit dem Rohstoffpreis zu tun. 

„Fünf gute Jahre“

Auszug aus dem Artikel "Fünf sehr gute Jahre" (Bilanzanalyse 2018 der sieben größten österreichischen Sägewerke): 

  • Die vier größten Holzindustrien Österreichs haben sich allesamt im Ausland massiv eingekauft. (Binderholz übernahm 2017 Klenk Holz, Hasslacher verleibte sich Nordlam ein, Mayr-Melnhof Holz kaufte Hüttemann und Pfeifer Holz übernahm Chanovice.)
  • Aus dem größten Verlustträger (–126 Mio. €) wurde der größte Gewinnbringer (+221 Mio. €): Mayr-Melnhof Holz.
  • Mit Binderholz gibt es nunmehr einen neuen Umsatzkrösus in Österreich: 1 Mrd. € setzte man 2018 um (+171 % gegenüber 2013).
  • Die Eigenkapitalausstattung der sieben Unternehmen stieg von 35 % 2013 auf 47 % im Vorjahr. (Absolut hat sich das Eigenkapital von 451 Mio. € auf 942 Mio. € mehr als verdoppelt.)
  • Der Umsatz stieg von 1,8 Mrd. € (2013) auf 3,2 Mrd. € im Vorjahr.
  • Für das Material – im Wesentlichen Rundholz – zahlte man 2013 rund 1,2 Mrd. €, fünf Jahre später waren es 1,7 Mrd. €.

Neubau-Revival – „Claims“ abstecken

In der Karte sehen Sie einige Neubauprojekte, die Ende 2019 bekannt wurden. Details finden Sie hier.

Sägewerksausbauten Süddeutschland/Österreich | 2020 bis 2022 (Neubau, Umbau, Modernisierungen, Projekte und zwei unbestätigte Vorhaben)
Nr. Unternehmen Standort Kapazität Bestätigt Lieferant Sägelinie Start
1 GELO Timber Wunsiedel/DE 350.000 fm/J1 ja Veisto Dezember 2020
2 Handlos Holzwerke Summerau/AT 250.000 fm/J2 nein k. A. k. A.
3 Hasslacher Preding Holzindustrie Preding/AT 500.000 fm/J3 ja Linck 2020
4 Klenk Holz (Member of Binderholz) Oberrot/DE 500.000 fm/J2 ja Linck 1. Halbjahr 2020
5 Mercer Stendal/DE unbekannt angekündigt k. A. k. A.
6 Rettenmeier Holding Wilburgstetten/DE 500.000 fm/J3 ja Linck 1. Quartal 2021
7 Stallinger Holzindustrie Frankenmarkt/AT 500.000 fm/J3 ja Linck Mai 2019
8 Große süddeutsche Holzindustrie Oberschwaben/DE unbekannt nein k. A. k. A.
9 Pfeifer Holz Kundl unbekannt ja Linck ab 2020 Umbau

Klimawandel – was heißt das für den Wald?

  • Was bedeutet ein vermeintlich geringer Temperaturanstieg? Hier ein Vergleich: Ein Temperaturunterschied von nur 0,5° C herrscht zwischen der Rotweinregion Burgenland und der Weißweinregion Kamptal (Jahresdurchschnittstemperatur).
  • Österreichs Forstwirtschaft geht von +4° C aus (Planung bis 2100).
  • 1° C sind 160 hm, 4° C entsprechen 640 hm (Vegetation von 400 hm dann auf 1000 hm).
  • Verteilung Niederschläge/Temperaturextreme: „Wir erhalten ein Klima, das es noch nie gegeben hat“, sagt Prof. Dr. Andreas Bolte/Thünen-Institut voraus.
  • Vaia (2018) und Starkregenereignis im November 2019:  Änderung der Jetstream-Winde; Abschwächung des Golfstroms

Rückgang der Fichten-Anbaufläche

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Potenzielle Fichtenanbaugebiete.

Die Grafiken bedeuten nicht, dass es im Jahr 2100 nur noch inneralpin in Österreich Fichten geben wird. Damit aber auch in wenigen Jahrzehnten in tieferen Lagen ausreichend Nadelhölzer wachsen, gilt es zunächst einmal, die Fehler der Vergangenheit zu beenden. Mehr Baumarten erhöhen etwa die Chance, weiterhin vitale Bäume zu haben. Diese müssen standortgerecht sein.

Bei einer Neubegründung wird man die hohen Stückzahlen wohl verringern. Es zeigte sich, dass Bäume Raum brauchen. Die Bewirtschaftung wird also deutlich kleinflächiger.

All das ist obsolet, wenn sich die Jagdpraxis nicht deutlich verändert. So sind Tanne und Eiche etwa echte Optionen in den tschechischen Schadholz-Hotspots – ohne massive Reduzierung des Wildstands wird aber keine Pflanze überleben.

Mögliches Gegensteuern

Fehler der Vergangenheit vermeiden:

Die Waldbesitzer werden aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Künftig wird man Bestände mit deutlich geringeren Stückzahlen begründen. Das Pflanzmaterial muss die vitalsten und geeignetsten Baumarten und Provenienzen umfassen.

Nur bei entsprechenden jagdlichen Änderungen werden die Alternativen zur Fichte eine Überlebenschance haben.

Die forstliche Bewirtschaftung wird künftig viel kleinflächiger erfolgen müssen. Dass Bäume mehr Platz benötigen, ist eine Erkenntnis aus den vergangenen Jahren. Wie wichtig ein geschlossener Bestand für dessen Innenklima ist, muss weiters beachtet werden.

Weitere Möglichkeiten:

Noch zu wenig genutzt wurde bisher die beste Provenienzauswahl bei der Bestandesumwandlung.

Da Züchtungserfolge bei Bäumen extrem zeitaufwendig sind, braucht es hier viel Geduld (Zeitraum: 2, 3 Generationen, jeweils 10-25 Jahre).

Bei der Fichte: Zweifellos wird es künftig zu einer drastischen Verkürzung der Umtriebszeit 50 (25) kommt (statt >80 Jahre derzeit).

Ultima Ratio:

Als Ultima Ratio wird es wohl eine „geförderte Migration“ geben (Stichwort: Tanne aus Griechenland). Es wird neue Baumartenmischungen erfordern und wohl auch den Einsatz nicht heimischer Baumarten.